Katharer und Waldenser in Südfrankreich

 

13. – 17. September 2017

   
Stadtmauer von Carcassonne

 

Das Pays Cathare, eine eher abgelegene Mittelgebirgslandschaft im Vorfeld der Pyrenäen, und das Pays Narbonnais, ehemals Kernland der Gallia Narbonensis, stehen im Mittelpunkt dieser Reise. Begegnen Sie der bewegten Geschichte der beiden größten mittelalterlichen Häresiebewegungen – der Katharer und der Waldenser – in deren sicherlich wichtigstem Rückzugsgebiet. Geprägt von befestigten Städten und mächtigen Höhenburgen auf schroffen Kalkfelsen, aber auch von großartigen Klosteranlagen und Höhlenkirchen bietet das Grenzgebiet zu Spanien um Carcassonne, Toulouse und Narbonne noch heute die Möglichkeit, das Schicksal der von der Amtskirche auf das schärfste verfolgten Glaubensflüchtlinge zu studieren.

   

Termin: 13. – 17. September 2017

Reiseleitung: Prof. Dr. Eckart Olshausen (Historisches Institut der Universität Stuttgart, Abteilung Alte Geschichte), Wolfgang Dietz M. A.

Leistungen: Hin- und Rückflüge von Stuttgart nach Toulouse und zurück, vier Übernachtungen mit Frühstück in dem luxuriösen Viersternehotel Mercure Porte de la Cité in Carcassonne, alle Zimmer mit Dusche/WC, alle Eintrittsgelder und Führungen sowie eine wissenschaftliche Reiseführung.

Reisepreis: 1.550,- € pro Person im Doppelzimmer (EZ-Zuschlag 236,- €)

Teilnehmerzahl: 15-25 Personen

Anmeldeschluss: 09. Juni 2017


 

1. Tag (13.September)

Flug mit Lufthansa über München nach Toulouse
Abflug in Stuttgart: 9:35 Uhr
Ankunft in Toulouse: 13:00 Uhr
Transfer nach Carcassonne zum **** Hotel Mercure Porte de la Cité

  • Stadtspaziergang durch Carcassonne mit Besichtigung der Basilika St. Nazaire et St. Celse und der Stadtbefestigung.

2. Tag (14. September)

  • Mazamet
    In Mazamet befindet sich innerhalb des Maison des Mémoirs ein Museum zur Geschichte der Katharer allgemein und im Languedoc.
  • Hautpoul
    Hautpoul ist ein befestigtes Dorf oberhalb von Mazamet, das im 12./13. Jahrhundert auch von Katharern besiedelt war.
  • Lastours
    Auf die vier Burgen von Lastours, die auf einem Bergrücken im Tal der Orbiel erbaut worden waren, haben wir einen sehr schönen Blick von einem Aussichtpunkt, der sich auf einer Anhöhe über den Burgen befindet.
  • Minerve
    Der auf einem Höhenrücken ehemals befestigte Ort war eine Hochburg der Katharer. Aus der Zeit existieren heute noch die Kirche, die Burgruine und die Fassade des Hauses der Priester.

 



Blick auf die Burgen von Lastours

     
 


Montségur


Burg Puivert

 


3. Tag (15. September)

  • Montségur
    Die Burg der Katharer liegt in 1216 m Höhe auf einem Berg am Nordhang der östlichen Pyrenäen. 1232 wurde Montségur zur Hauptstadt der katharischen Kirche. Am Morgen des 16. März 1244 wurde die Burg an die Kreuzritter des Erzbischofs von Narbonne übergeben und 225 Katharer – unter ihrem Bischof Bertrand Marty – verbrannt, weil sie die geforderte Unterwerfung unter den katholischen Glauben verweigerten.
    Der Hinrichtungsort und die Burgruine können besichtigt werden. Der ca. 30minütige Aufstieg ist allerdings anstrengend und erfordert Trittsicherheit sowie gutes Schuhwerk. Alternativ bieten wir einen Ausflug zur Burg Roquefixade an, die sehr schön vom Ort gleichen Namens aus zu sehen ist.
    Zusammen besichtigen wir im Ort noch das kleine Museum von Montségur mit sehr schönen Modellen zur Burganlage.
  • Puivert
    Der Frühbau der Burg aus dem späten 12. Jahrhundert wurde von einer Familie, die dem katharischen Glauben anhing, besiedelt. Der heute noch vollständig erhaltene Bergfried stammt aus dem beginnenden 14. Jahrhundert.
  • Quéribus
    Auf einer schmalen Felskuppe in 728 m Höhe zeichnet sich die massive Silhouette der um 1020 gegründeten Burg ab. Sie fiel erst 1255 als letzte Bastion der Katharer in die Hände des französischen Königs. Von einem Parkplatz unterhalb der Burg hat man einen sehr schönen Blick auf die Festung und die Umgebung.
  • Peyrepertuse
    Die Ruine einer Felsenburg ist mit einer Gesamtfläche von 7000 m² die größte französische Festungsanlage der Katharer. Sie befindet sich auf einem Felsen über dem Tal des Flusses Verdouble in 800 m Höhe.

 

4. Tag (16. September)

  • Fanjeaux
    Das religiöse Zentrum Okzitaniens war zwischen 1206 und 1215 die Wirkungsstätte des Dominikus von Guzman, des Gründers des Dominikanerordens, der hier zunächst mit friedlichen Mitteln die Häresie der Katharer bekämpfte.
  • Vals
    Die Felsenkirche im Dorf Vals zeichnet sich durch romanische Fresken aus, bei denen ein byzantinischer Einfluss unverkennbar ist. In solchen Kirchen predigten auch waldensische Wanderprediger.
  • Fontfroide
    Die bedeutende Zisterzienserabtei südwestlich von Narbonne war eines der Zentren des kirchlichen Kampfes gegen die häretischen Katharer.

5. Tag (17. September)

  • Carcassonne
    Nach dem Albigenserkreuzzug und der darauf folgenden Einführung der Inquisitionsgerichtsbarkeit wurde die Stadt zum Zentrum der Inquisition. Im Mittelpunkt der Besichtigung steht das Schloss der Grafen von Trencavel.

Transfer zum Flughafen Toulouse Blagnac
Rückflug mit Lufthansa über Frankfurt nach Stuttgart
Abflug in Toulouse: 19:00 Uhr
Ankunft in Stuttgart: 22:55 Uhr


Felsenkirche von Vals

 

- Änderungen des Reiseprogramms vorbehalten -

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